Über Suchwege, biografische Unfälle und dem Ruf nach Freiheit

Alles, was ich fast geworden wäre

Ich kenne Menschen, die bleiben ihr Leben lang in ein und denselben Beruf und sind dabei glücklich. Diese Menschen wussten sozusagen schon mit der Geburt, was sie einmal werden wollen und das wurden sie dann auch. Lange war ich neidisch auf diese Menschen, die so geradlinig ihren beruflichen Weg gehen konnten. Bei mir war das anders. Ich habe lange nach meinem Beruf gesucht. Es sollte der Traumberuf sein. Der Beruf, der top zu mir passt. Und so kam es, dass ich mich auf die Suche machte und langsam Stück für Stück aus den Suchfragmenten mein ganz eigenes Berufsbild entstand. Der Weg ist das Ziel. Rückblickend lerne ich meinen Entwicklungsweg wertzuschätzen und biografischen Stationen nicht mehr so sehr als biografischen Unfall, sondern als Wachstumspuzzleteil wahrzunehmen.

Was möchtest du denn werden? Diese Frage bekam ich häufig gestellt. Und ich beantwortete die Fragen im Laufe meines Lebens sehr unterschiedlich.

Mein erster Berufswunsch entstand aus einer tiefgreifenden Erfahrung.

Augenärztin

Als kleines vierjähriges Mädchen musste ich für eine Augenoperation für mehrere Tage ins Krankenhaus. Damals schielte ich sehr und das sollte behoben werden. Eine aufwendige Augen-OP musste ich alleine bewältigen. Damals durften Eltern ihre Kinder nicht begleiten. Lange träumte ich von der großen Tür, die sich hinter mir schloss und meine Eltern standen auf der anderen Seite und winkten mir zum Abschied zu. Die Augenoperation war ein mächtiger Eingriff. Und sie konnte mein Schielen beheben. Ich war von diesem ganzen Ereignis zutiefst beeindruckt. Für mich war klar: Wenn ich groß bin, werde ich Augenärztin!

Balletttänzerin

Mit sechs Jahren begann ich zu turnen und mit sieben Jahren ging ich einmal pro Woche ins klassische Ballett. Turnen und Tanzen wurden zu meiner Leidenschaft. Mit zwölf Jahren durfte ich auf der Bühne eine Hauptrolle tanzen. Eine russische Ballettlehrerin sah mich, klingelte an unserer Haustür und wollte mich in ihrer Ballettschule ausbilden. Ich war so stolz. Nun wollte ich Balletttänzerin werden. Doch die Ballettschule forderte ein hartes Training und der Ton war rau. Hinzu kam, dass meine Eltern nicht besonders begeistert waren von meinem neuen Berufswunsch. Sie befürchteten, dass meine schulischen Leistungen unter den zeitintensiven Trainingszeiten leiden würden. Mein Vater sagte: „Wenn du in der Schule schlechter wirst, musst du sofort aufhören.“ Mangelnde Unterstützung, ein hartes Training und ein rauer Ton sorgten dafür, dass ich die Ballettschule schnell wieder verließ und den Wunsch, eine berühmte Tänzerin zu werden, aufgab.

Modedesign

Handarbeiten liebte ich als Kind über alles. Schon früh lernte ich von meiner Oma Stricken, Häkeln und Teppiche knüpfen. Später brachte ich mir das Nähen selbst bei. Ich liebte es mir extravagante Kleidung zu schneidern. Modedesign fand ich cool. Also bewarb ich mich in Berlin nach meinem Abi für ein Modedesignstudium. Doch ich bekam keinen Studienplatz. Da ich meinen Berufswunsch nicht aufgeben wollte, bewarb ich mich an einer privaten Modedesignerschule. Diese Schule hätte mich genommen und eine hohe Monatsgebühr ebenso. Meine Anmeldung scheiterte am Geld. Mein Papa wollte mir so einen Firlefanz nicht finanzieren. Im Rückblick: Alles richtig gemacht. Damals war, ich stinke sauer auf meinen Papa.

Journalistin

Schon in der Grundschule hatte ich eine unbändige Schreiblust. Noch heute erzählt meine Mama, dass sie ständig neue Schreibhefte kaufen musste, weil ich eins nach dem anderen befüllte. Tagebücher folgten, die heute eine große Kommode befüllen. Schreiben als Reflexion, Schreiben als freudiger Zeitvertreib, Schreiben um Gedanken zu ordnen, Schreiben für Heilungsprozesse. Schreiben ging und geht mir leicht von der Hand. So war es logisch für mich, dass ich Deutsch als Leistungsfach wählte. Nach der Schule wollte ich Journalistin werden. Als ich mein Abi in der Tasche hatte, bewarb ich mich um eine Volontärstelle bei den örtlichen Tageszeitungen. Ich bekam nur Absagen. Der Traum, eine Journalistin zu werden, war für mich damit geplatzt.

Grundschullehrerin

Bei der fieberhaften Suche nach einem geeigneten Beruf für mich erinnerte ich mich an meine Grundschulzeit zurück: Dass ich eine solche gute Grundschulzeit hatte, war meiner Meinung nach der Tatsache geschuldet, dass ich tolle Grundschullehrer hatte. Ich las über pädagogische Konzepte und alternative Schulsysteme. Ich wollte eine gute, hervorragende Grundschullehrerin werden! Mein nächster Berufswunsch war geboren und ich schrieb mich an der PH Heidelberg ein. Vier Semester studierte ich Lehramt. Weder davor noch danach habe ich so viele Pullover gestrickt. Da saß ich in den Lehrveranstaltungen, strickte und strickte und hörte zu. Damals wurden nur die besten Absolventen übernommen. Sprich nur, mit einem Abschluss von 1,0 hatte ich eine Chance auf eine Anstellung. Hinzu kam, dass mich weder das Studium noch die Praxistage in der Schule besonders begeisterten. Ich orientierte mich neu.

Orientierungsphase mit biografischem Unfall

Ich bewarb mich nach dem gescheiterten Grundschullehramtsstudium für zwei unterschiedliche Studiengänge: Publizistik und Touristik. Zunächst bekam ich eine Zusage für das Touristikstudium und eine Absage für das Publizistik Studium, das ich lieber studiert hätte. So schrieb ich mich für mein Touristikstudium ein und mietete eine Wohnung an. Es war ein Samstagmorgen. Das Umzugsauto war gepackt. In diesem Moment kam der Briefträger und überreichte mir die Zulassung für das Publizistik Studium in München. Im Nachrückverfahren hatte ich doch noch einen Platz bekommen. An dieser schicksalhaften Weggabelung entschied ich mich, warum auch immer, nicht zu wechseln. Lange dachte ich wehmütig an diesen Moment zurück, mit dem Gefühl damals die falsche Entscheidung getroffen zu haben. Was wäre gesehen, hätte ich mich für das Journalessigstudium entschieden? Doch ich entschied mich für das Touristikstudium in Worms. Meine Begründung war: Ich liebe es, zu reisen und unterwegs zu sein.

Ein Studium der Betriebswirtschaft; Marketing für eine bessere Welt

Doch das Touristikstudium war kein Studium über das Reisen um die Welt, sondern ein knallhartes BWL-Studium. Ich habe mich durchgebissen und meine Frauen-WG hat mir über so manche harte Zeit hinweggeholfen. Manchmal wollte ich dieses Studium wöchentlich hinschmeißen. Ich habe viele Tränen vergossen und mich in ein mir komplett fremdes Denksystem hineingearbeitet. Ich entdeckte Marketing für mich. Hoffnungslos idealistisch war ich davon überzeugt, dass Marketing einen entscheidenden Beitrag zu einer besseren Welt leisten könnte. Darüber handelte auch meine Diplomarbeit: innovatives Marketing und Corporate Identity im Paradigmenwechsel der Gesellschaft. So hatte ich in diesem, mir so verhassten Studium, dann doch eine Leidenschaft entdeckt: Ein Marketing, das dafür sorgt, dass die Welt zu einem besseren Ort wird. Ein Marketing, das dem Paradigmenwechsel in der Gesellschaft Rechnung trägt. Wieder konnte ich meinem Idealismus freies Lauf lassen und mich in neue Möglichkeiten hineindenken. So war es nur folgerichtig, dass ich nach dem Studium nicht in die Touristikbranche einstieg, sondern in das Marketingmanagement.

Festanstellung als PR-Referentin

Ein neuer Hoffnungssame keimte auf, als ich eine Anstellung in einer Marketingabteilung bekam. Ich wurde Referentin für PR, Öffentlichkeitsarbeit und hatte tatsächlich die Vorstellung, dass ich da einfach schreiben dürfte, was mir in den Sinn kommt. Die Realität holte mich schnell ein: Ich durfte lernen, mit Agenturen zu arbeiten und zu kooperieren. Nicht ich gab die Inhalte von PR-Texten und Kundenzeitschriften vor, sondern der Vorstand. Was veröffentlicht wurde, entschied nicht ich, sondern der Marketingchef gemeinsam mit dem Vorstand und der Rechtsabteilung. Der Traum PR wurde allmählich an die Realität angepasst. Ich stellte fest, dass das so vorgegebene Schreiben mir keine Freude machte. Doch was mir gefiel, war das Veranstaltungsmanagement. Auch mein Chef bemerkte mein Organisationstalent und meine Fähigkeit, neu und vernetzt zu denken. Ich bekam zunächst die Aufgabe, ein Sponsoringkonzept für das Unternehmen zu entwickeln.

Eine eigene Abteilung für Sponsoring, Eventmanagement und VKF

Danach wurde mir angeboten, eine neue Abteilung aufzubauen. So kam es, dass ich über mehrere Jahre erfolgreich eine Abteilung für Eventmarketing, Sponsoring und Verkaufsförderung leitete. Und so wurde ich eine Managerin, alleine unter Männern. Meine größte Veranstaltung, die ich mehrmals managte, war ein dreitägiges Stadtfest mit annähernd 400.000 Besuchern. Ich erntete Anerkennung, ein außertarifliches Gehalt, Status und viele Freikarten für Events. Aus der Studienabgängerin ohne Berufserfahrung war eine Eventmanagerin geworden. Für mein Gefühl hatte ich in der Aktiengesellschaft alles erreicht, was möglich war. Höher ging nicht mehr.

Der Ruf nach Freiheit

Während meiner Angestelltenzeit träumte ich von einer Selbstständigkeit oder einem weiteren Studium. Ich wollte frei sein und selbstbestimmt arbeiten und lernen, lernen, lernen. Mein Hunger nach Freiheit und Selbstbestimmung und mein Wissensdurst trieben mich. Ich absolvierte viele Aus- und Fortbildungen. Alternative Psychologie, Selbstmanagement und Wachstum waren meine Interessengebiete. Ich machte eine NLP-Ausbildung und mein Wunsch wuchs, Menschen zu Wachstum, Authentizität und Selbstbestimmung zu verhelfen. Doch ich wusste nicht, wie ich das anstellen sollte. Die Aussicht, nun die nächsten Jahrzehnte fest und sicher bis zur Rente im Sattel zu sitzen, entsprach nicht meinem Naturell und meiner Vorstellung von einem selbstbestimmten Leben. Den Mut aufzubringen zu kündigen dauerte. Es war ein langer, innerer Weg: Sicherheit verlassen. Raus aus der Komfortzone, rein in die Ungewissheit. Ich machte ein Fortbildungscurriculum bei Landmark Education und baute so Kraft und Selbstbewusstsein in mir auf, um diesen Sprung in die Ungewissheit zu wagen. Hinzu kam als Brücke ein attraktives Angebot.

Ein attraktives Angebot

Nach 6 Jahren Festanstellung und außertariflichen Gehalt verließ ich aus eigener Kraft den sicheren Hafen. Ich hatte ein gutes Angebot: die Übernahme einer florierenden Künstleragentur. Um zu testen, ob dies der stimmige nächste Schritt ist, leitete ich zunächst freiberuflich als stellvertretende Geschäftsführerin die Agentur. Doch der Traum, dass diese Arbeit mich erfüllt und glücklich macht, platze leider auch. So vieles an dieser Tätigkeit entsprach mir nicht. Wieder hätte ich in eine Rolle schlüpfen müssen. Das wollte ich nicht. Und so kaufte ich die Agentur nicht.

Bodyworkerin

Zwischenzeitlich hatte ich eine weitere Ausbildung im alternativen Erwachsenenbildungsbereich bei Landmark Edukation abgeschlossen und mein Weg zog mich zunehmend weg von der Managementbusiness Welt. Ich wollte alternativ leben und arbeiten. Ich machte viele Massageausbildungen und wollte Bodyworkerin werden: Körper- und Massagearbeit kombiniert mit ätherischen Ölen. Mein Massagezimmer war eingerichtet, aber ich schaffte den Sprung nicht, mir selbstständig ein Business damit aufzubauen. Ich blieb lange Zeit in einem etablierten Tantramassagezentrum. Das war bequem, da waren meine Freundinnen, ich verdiente gut und hatte zusätzlich viel Zeit für meine Aus- und Weiterbildungen.

Frauenzeit und Frauenseminare

Der nächste Traum entwickelte sich aus meiner Körperarbeit, meine intensive Zeit in Frauenräumen und Frauengruppen. Gemeinsam mit einer engen Freundin kreierte ich eine Frauenzeit: 6 Wochen erforschten wir das Frausein mit 16 Frauen auf Lanzarote. Die Idee gemeinsam mit meinen Freundinnen unsere Erfahrungen in Frauenseminaren weiterzugeben, gefiel mir. Doch nie konnte ich mit dem Feuer und der Begeisterung meiner Freundin Mayona mithalten. Als ich dann einen alten Bauernhof im Fläming kaufte und einen wunderbaren Sohn gebar, nahm mein Lebensweg erneut eine andere Richtung. Während meine Freundinnen weiter reisten, forschten und Frauenseminare aufbauten, baute ich an Häusern mit und war Mama. Meine Umtriebigkeit fand ein jähes Ende.

Mutterschaft, ein alter Bauernhof, Schriftstellerin

Was konnte ich im Fläming tun als Mutter und Haus- und Hofbesitzerin? Ich nahm Coachingstunden. Machte den Weg des Künstlers im Beruf. Und erneut lebte der Wunsch zu schreiben auf. Ich dachte, Schriftstellerin zu werden, ist meine Berufung. Also begann ich mit Buchentwürfen. Ich schrieb über unsere Frauenzeiten, über die Kraft von Ritualen und Jahreskreisfesten. Doch kein Thema erschien mir interessant und spannend genug. Rückblickend würde ich sagen, dass ich mich nicht getraut habe ein Buch zu schreiben und ich noch nicht die Kraft hatte, dauerhaft an einem Buch zu bleiben. So gab ich den Wunsch, eine Schriftstellerin zu werden, auf, als eine Freundin mich für Live Plus und das Multi-Level-Marketing begeisterte.

Multi-Level-Marketing

Ich vergaß den Wunsch, Schriftstellerin zu werden und warf mich in die neue Businessidee. Jetzt wollte ich reich werden mit Live Plus und mir ein funktionierendes Netzwerk aufbauen. Über mehrere Jahre gab ich viel Energie und Herzblut in das Multi-Level-Marketing System. Wechselte von Live Plus zu Berner, einem deutschen Unternehmen. Während ich mit meiner Kundenakquise recht erfolgreich war, gelang es mir nicht Netzwerker zu akquirieren, die Lust hatten, unter mir ihr eigenes Business aufzubauen. So fand ich den Einstieg in das Multiplizieren nicht. Ein netter Nebenverdienst. Zu mehr habe ich es nicht gebracht.

Dozentin für BWL und Marketing

Dann kam eine Anfrage, ob ich nicht Dozentin für BWL und Marketing werden möchte. Wieder wechselte ich die Richtung. Meinen hart erarbeiteten Kundenstamm von Berner verschenkte ich sogar vor einigen Jahren. Es hat Jahre gedauert und wieder viele Fortbildungen mit sich gebracht, bis ich mich zu einer guten Dozentin entwickelte. Wieder habe ich Neues gelernt und mein Fachwissen vertieft. Zu Beginn meiner freiberuflichen Tätigkeit war jede Vorlesungseinheit eine riesige Herausforderung. Ich habe mir viel Wissen und Können angeeignet. Heute, nach vielen Jahren der Lehrtätigkeit, kann ich sagen, dass ich eine gute und routinierte Dozentin mit Herz bin.

Der Wunsch, etwas aus mir selbst heraus zu erschaffen, war es, der mich weiter vorantrieb.

Lernende

Neben Fortbildungen für meine Dozententätigkeit machte ich weiter mit meiner Persönlichkeitsausbildung. Das Internet nahm an Fahrt auf und ich folgte mehrere Jahre Veith Lindau und seinem Ausbildungssystem. Außerdem entdeckte ich die Meditation für mich und lernte begeistert bei einem Lehrer des Non-Dualismus, Hans Steinke. Danach machte ich das Curriculum bei Christian Bischoff und viele Meditationseinheiten mit Deepack Chopra. Ich war in einigen Gruppen, die übten sich lenken ohne dezidierte Führung, Teil einer Schauspieltruppe und eines Singensemble. Ich sog noch immer Wissen auf wie ein durstiger Schwamm und fragte mich, wie all diese Puzzleteile zu einem großen stimmigen Bild werden würden. Ich wurde Coach für Persönlichkeitsentwicklung bei der ATV in Wittenberg und hatte die Möglichkeit, an einer hervorragenden Ausbildung teilzunehmen.

Coach und kompetenzorientierte Begleitung

Während meiner Ausbildung zur kompetenzorientierten Begleitung vervollständigte ich mein Konzept, das ich während des Curriculums mit Christian Bischoff begonnen hatte. Gewohnheiten-wandeln bekam Kontur. Ich hatte meinen ersten Probanden für mein 7-Schritte-Programm. Erfolgreich konnte meine erste Teilnehmerin mit dem Rauchen aufhören. Weitere Kunden folgten. Es lief gut an. Doch Corona und die Herausforderungen dieser so besonderen Zeit ließen mich wieder abkommen von Gewohnheiten-wandeln. Die 7 Schritte ruhten.

Sinnvolle Pausen

Und nun, nach der Ruhepause, finde ich erneut zurück zu Gewohnheiten-wandeln und meinem Buch. Ich habe meine inneren Hausaufgaben erledigt und meine Selbstzweifel gelöst. Außerdem erkenne ich, dass bei mir die Entwicklungsschritte nicht immer linear und logisch aufeinander aufbauen und dass Pausen in manchen Projekten einfach sinnvoll sind. Ich erlaube mir auch mal zu zweifeln, zu pausieren und zu hinterfragen. Ich habe Gewohnheiten-wandeln sogar fast aufgegeben. Doch als es dann darum ging, die Webseite wirklich vom Netz zu nehmen, habe ich in mir ganz tief gespürt, dass dieser Schritt nicht stimmt.

Zyklische Entwicklung mit Gewohnheiten-wandeln

So bleibe ich weiter dran an Gewohnheiten-wandeln, mit mir und mit anderen. Zunehmend lasse ich Entwicklung zu. Höre auf den Ruf nach Pause und auch auf den Ruf nach Konzentration und weitergehen. Zyklische Entwicklung nenne ich das. Meine Lehrmeisterin, mein Garten, lehrt mich dabei ungeheuer viel. Alles zu seiner Zeit. Nun ist es an der Zeit, Kraft und Zuversicht, Liebe und Herzblut in mein selbst entwickeltes Projekt zu geben. Schmunzelnd und berührt stelle ich fest, dass sich fast unmerklich ein beruflicher Dreiklang in meinem Leben entwickelt: Ich bin Dozentin für BWL, Expertin für Gewohnheiten – wandeln und Beraterin. Mein Wunsch, etwas Eigenes anzubieten, erfüllt sich zunehmend.

Gewohnheiten wandeln
Hier siehst du mich in meinem Garten: meine Lehrmeisterin.

7 Kommentare zu „Über Suchwege, biografische Unfälle und dem Ruf nach Freiheit“

  1. Liebe Heike,
    diesen sanften Neid auf Menschen, die ganz genau wissen, was sie wollen, kenne ich sehr gut. Andererseits finde ich gerade die Menschen interessant, bei denen der Lebensweg nicht so geradlinig verläuft und die viele unterschiedliche Dinge ausprobieren. Bei dir ist da ja wirklich eine ganze Menge dabei! Und ganz unterschiedliche, oft kreative Dinge. Grundschullehrerin wäre ich auch fast geworden 😀 Und am Ende genau wie du an einer ganz anderen Stelle gelandet.
    Viele Grüße
    Birgit

  2. Liebe Heike, was für einen wunderbaren Blumenstrauß an Möglichkeiten du dir in diesem Leben geschenkt hast und toll, wie du einzelne Stängel aus diesem Strauß herausgezupft, gehegt und gepflegt hast, sodass sie Wurzeln bildeten und du sie in deinen Lebensgarten einpflanzen konntest. Da gibt es jetzt schon alte Bäume und Sträucher und Beete, die daraus entstanden sind. Von deren Früchten kannst du dich gesund ernähren und du deckst für deine Besucher:innen den Tisch mit ihnen. Wir laben uns daran, inmitten des blühenden Bunt in deinem Garten. So motivierst du zum Gewohnheiten ändern, denn dein Lebensgarten ist ein wunderbares Beispiel dafür, dass es sich lohnt. Herzliche Grüße Sylvia

    1. Liebe Sylvia, ich danke dir von Herzen für deinen einfühlsamen Kommentar. Ja, mein Garten, mein Lebensgarten und Gewohnheiten-wandeln ergänzen sich nun in einer wunderbaren Choreografie. Es lohnt sich dranzubleiben und es lohnt sich, die Schritte in das Ungewisse immer wieder neu zu wagen! Herzliche Grüße zu dir Heike

  3. Wow, was für ein volles, reichhaltiges, wirklich gelebtes Leben.
    Ich bin beeindruckt
    Es ist wunderbar deine Freundin zu sein und von dir zu lernen, dich zu begleiten

    1. Danke liebe Freundin. Ein solcher Rückblick ist schon erstaunlich. Welch Fülle und Vielfalt wir schon gelebt haben. Gut sich immer mal wieder daran zu erinnern und dankbar zu sein.

      1. Liebe Heike,

        meine Güte, was für ein Weg! Ich habe in deinem Artikel gut nachfühlen können, warum du dich jeweils für die neue Richtung entschieden hast. Solche Wege führen doch letztlich zu mehr Fülle und Reife im Leben, gerade weil man so viele untwrschiedliche Bereiche für sich erschlossen hat.
        Hut ab vor so viel Dranbleiben, Fleiß und Ausprobieren!
        Herzliche Grüße
        Susanne

  4. Pingback: KW23/2024: Alle TCS-Blogartikel - The Content Society

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