Was ist emotionale Sucht?

An einem intensiven Gruppenwochenende mit dem Thema Gemeinschaftsbildung nach Scott Peck, fiel mir auf, wie vehement wir manchmal bestimmte Gefühle wie Vertrauen, Verbundenheit oder Harmonie einfordern. In mir tauchte die Frage auf, ob eine emotionale Sucht größer ist als die bekannte Liebes- und Beziehungssucht. Bin ich emotional frei oder benötige ich zwanghaft bestimmte Gefühlsräume?

Wie ich auf die Frage kam? Mir war aufgefallen, wie häufig ich und andere denken, dass wir ein bestimmtes Gefühl unbedingt haben müssen, damit es uns gut geht. Dieses fixierte »haben müssen« ist für mich durchaus mit einer Sucht vergleichbar.

So habe ich mich gefragt, was emotionale Sucht ist und ob die offiziellen Suchtkriterien der WHO auf eine emotionale Abhängigkeit zu übertragen sind. Außerdem habe ich ein Gefühl gewählt, das sicher viele von uns kennen: die Harmonie. Was passiert, wenn wir ständig Harmonie einfordern? Gibt es so etwas wie einen HarmonieGefühlsrauch? Und was können wir tun, wenn wir bei uns eine emotionale Sucht bemerken?

Was ist emotionale Sucht

Im AOK Gesundheitsmagazin wird emotionale Abhängigkeit ausschließlich auf Partnerschaft bezogen: „Bei emotionaler Abhängigkeit entwickelt ein Mensch eine übertrieben enge Beziehung zu einer anderen Person, meist Partner oder Partnerin. Es geht um das Gefühl, dass nur dieser andere Mensch die emotionalen Bedürfnisse des oder der Betroffenen erfüllen kann. Diese Abhängigkeit wird von starker Verlustangst begleitet und kann bis zur kompletten Selbstaufgabe reichen. Emotional Abhängige klammern sich daher übermäßig stark an die andere Person – mehr, als ihnen oder ihrer Beziehung guttut.“

Ich möchte in diesem Blogbeitrag dazu anregen, die emotionale Abhängigkeit weiter zu spannen. Für mich ist eine emotionale Abhängigkeit dann vorhanden, wenn ich ein bestimmtes Gefühl unbedingt, also zwanghaft benötige. Das kann Vertrauen sein, Geborgenheit, Zuversicht, Liebe, Aufregung, Wut, Trauer oder ein anderes starkes Gefühl. Fixiere ich mich auf ein bestimmtes Gefühl und denke, dass ich das unbedingt haben muss, dann fühle ich mich unwohl, wenn es nicht da ist. Wenn ich zum Beispiel denke, ich brauche unbedingt Ruhe und ich bekomme diese Ruhe nicht, dann gerate ich ziemlich schnell aus meinem inneren Gleichgewicht und fühle mich unwohl. Um dieses Unwohlsein zu überwinden, versuche ich dann, dieses Gefühl so schnell wie möglich wiederzubekommen. Gelingt mir das, bin ich sofort erleichtert, mein Nervensystem fährt von Alarm runter auf Entspannung und ich fühle mich wieder wohl und sicher. Die Ruhe ist wieder hergestellt. Doch was passiert, wenn wieder Lärm auftaucht? Verliere ich wieder die Kontrolle und der Kreislauf beginnt erneut? Kann ich erst dann entspannen, wenn der Lärm vorüber ist? Oder kann ich die Ruhe in mir finden, die im Außen gerade nicht vorhanden ist? Bin ich emotional frei oder benötige ich zwanghft bestimmte Gefühlsräume?

Vielleicht kannst du dich in dieser Kurzbeschreibung wieder finden. Falls du gerne mit jemanden über deine emotionale Sucht sprechen möchtest dann vereinbare gerne ein kostenloses Erstgespräch mit mir.

Emotionale Sucht aus der Sicht der Suchtdefinition

Ich war erstaunt, als ich in meiner Nachreflexion feststellte, dass dieses Rennen nach bestimmten Gefühlen einem typischen Suchtkreislauf entspricht.

In meinem Blogbeitrag: »Was ist Sucht? Und was ist der Unterschied zu einer schlechten Gewohnheit?« habe ich die fünf Merkmale einer Sucht benannt. Häufig wird gesagt, dass wir ein Suchtproblem haben, sobald drei dieser Punkte erfüllt sind:

  • Unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung des Mittels
  • Tendenz zur Dosissteigerung (Toleranzerhöhung)
  • Psychische und meist auch physische Abhängigkeit von der Wirkung der Droge
  • Schädlichkeit für den Einzelnen und oder die Gesellschaft
  • Verlust der Kontrolle über das eigene Verhalten

Ich möchte den Kreislauf gerne mit einem Gefühlsklassiker »Ich brauche Harmonie« erklären.

Emotionale Sucht am Beispiel »Ich brauche Harmonie«

Diesen Satz kennen sicher viele von uns. Und gerade wenn wir mit mehreren Menschen zusammen sind, kann es ruckzuck gehen, dass uns die Harmonie verlässt. Was macht nun eine Person, die damit nicht entspannt und gelassen umgehen kann? Was, wenn das Verlangen nach Harmonie zu einem zwanghaften Verlangen wird?

Unbezwingbares Verlangen zur Einnahme und Beschaffung des Mittels

Eine Person, die unbedingt Harmonie benötigt um sich wohl zu fühlen wird alles ihr zur Verfügung stehende versuchen, um diese Harmonie wieder herzustellen. Ohne Harmonie, kann sie sich einfach nicht entspannen und loslassen. Die Strategien, die dafür genutzt werden, um wieder in die gewünschte Harmonie zu kommen, könnend dabei sehr unterschiedlich sein. Es kann sein, dass die Person moralisch wird und sich selbst oder andere zurechtweist und ein bestimmtes Verhalten einfordert, das sie für ihr Harmoniemepfinden benötigt. Es kann auch sein, dass die Person anfängt zu weinen, weil sie diesen unharmonischen Raum einfach nicht aushält. Oder sie verlässt innerlich oder auch äußerlich den Ort des Geschehens und zieht sich zurück. Oder sie schweigt. Oder sie wird aggressiv, oder, oder, oder. Eines haben all diese Verhaltensstrategien gemein: Sie sorgen nicht für Kontakt und Verständnis, sondern für Separation und Missverständnis.

Sobald wir unser Bedürfnis nach Harmonie wie eine Droge benötigen, können wir uns mit abweichenden Situationen nicht arrangieren. Es ist uns unmöglich in einer für uns disharmonischen Situation zu verweilen, sie zu respektieren, oder gar humorvoll und kreativ mit ihr umzugehen. Unser innerer Druck ist so groß, dass wir Abhilfe schaffen müssen, und zwar sofort. Wir haben keine andere Wahl. Jetzt und sofort benötigen wir wieder Harmonie!

Und es ist genau diese fehlende Wahlfreiheit, die uns antreibt, unsere alt bewährte Lösung zu Hilfe zu holen:

Diese Lösung kann als Strategie bezeichnet werden: Sie wiederholt sich immer und immer wieder. Es ist unsere angelernte und trainierte Gewohnheit.

Dosissteigerung: Wenn ich keine Harmonie bekomme, geht es mir schlecht

Eine Dosissteigerung passiert, wenn wir nur wenige oder gar nur eine Verhaltensstrategie entwickelt haben, um uns in bestimmten Situationen wohl zu fühlen. Häufig kommen die eingefahrenen und zwanghaften Reaktionen aus unserer Kindheit. Zum Beispiel: Immer wenn Papa früher geschrien hat, habe ich versucht wieder Harmonie in die Familie zu bringen, in dem ich ein ganz braves Mädchen war. Indem ich versucht habe, zwischen Mama und Papa zu vermitteln. Und so vermittelt diese Person bis heute. Natürlich hat diese Strategie auch viele wunderbare Seite ABER: wenn ich nicht anders kann, wenn ich immer vermitteln muss, immer beschwichtigen muss, damit ich mich selbst wohlfühle, dann ist das keine Freiheit mehr. Für niemanden. Dann wird »Ich brauche Harmonie« zu einem unbezwingbaren Verlangen.

Gebiete ich diesem Verlangen keinen Einhalt, wird das Verlangen größer und größer. Harmonie wird mein goldenes Kalb. Niemand darf mein Bedürfnis infrage stellen. Ich brauche Harmonie! Immer und immer mehr.

Wesentlich flexibler können wir uns in der Welt bewegen, wenn wir unsere Resilienz halten können, auch wenn der Ton mal rauer wird oder wir mit Situationen konfrontiert sind, die uns stressen und herausfordern oder gar nicht gefallen. Können wir in unserer Harmonie bleiben, wenn der Geräuschpegel auch mal zunimmt oder wenn eine Musik gespielt wird, die uns nicht gefällt? Oder müssen wir sofort wieder unserer Harmonie einfordern? Je enger unsere Harmoniedefinition wird, um so mehr müssen wir unsere Harmoniedosis steigern.

Psychische und meist auch physische Abhängigkeit von der Wirkung der Droge

Eine psychische Abhängigkeit besteht, wenn wir alles dafür tun, um Harmonie herzustellen. Meist gehen wird dann auch über unsere Grenzen. Machen Kompromisse, obwohl wir das eigentlich gar nicht wollen. Schrecken vor Konfrontationen und Streit zurück. „Des lieben Friedens willen“, sagen wir dann oft. Wir opfern unsere Freiheit der Harmonie. Wir verzichten auf Selbstbestimmung und freie Meinungsäußerung, weil wir befürchten, der Harmonie zu schaden. Dass eine solche Strategie weder den Menschen noch dem Leben dient, ist bei genauerem Hinsehen sicher klar.

Wenn wir uns in einer psychischen Abhängigkeit befinden, können wir unser Verhalten nicht mehr steuern. Wir können nicht mehr selbstbestimmt entscheiden, ob wir jetzt unsere Meinung sagen wollen oder auch nicht. Ob wir gerne einen Streit riskieren, weil wir es gut und sinnvoll finden. All diese Abwägungen können wir nicht mehr treffen. Wir müssen tun, was wir schon immer getan haben. Wir entscheiden uns nicht bewusst einen Beitrag für einen harmonischen Raum zu gestalten, sondern wir brauchen unbedingt ein harmonisches Miteinander. Klar ist es auch großartig nachzugeben. Nicht alles immer durchsetzen zu müssen. Kompromisse einzugehen. All das sind wunderbare Chartereigenschaften, wenn wir das selbstbewusst und von Situation zu Situation entscheiden können. Doch sobald wir nicht mehr anders können, befinden wir uns in physischen Abhängigkeit.

Und es besteht auch eine körperliche Abhängigkeit. Das kann jeder selbst erspüren, was bei ihm körperlich geschieht, wenn er ein bestimmtes Verlangen (Bedürfnis) nicht erfüllt bekommt. Bei mir passiert dann das Folgende: Wenn ich Harmonie benötigen und diese nicht bekommen, dann zieht sich mein Körper zusammen. Ich empfinde Enge und Druck. Ich habe von Dr. Joe Dispenza und anderen Hirnforschern wie zum Beispiel Gerald Hüter gelernt, dass dieser Stress an mein Nervensystem gesendet wird. Das Gehirn schaltet, wenn wir nichts anders gelernt haben, auf Notstand in unser Reptiliengehirn. Der Atem verkürzt sich. Der Körper ist in Alarmbereitschaft. Er ist sozusagen auf Emotionsentzug. Er braucht seine Droge Harmonie und bekommt sie nicht. Das Nervensystem schlägt Alarm. Die Wahlfreiheit ist nicht mehr vorhanden. Wir handeln auf Autopilot. Und je nach Typ wählen wir nun aus drei Varianten aus. Flucht, Angriff, tot stellen.

Und dann schlägt unsere Lieblingsstrategie zu: Schmeicheln, weinen, drohen, ein Stück Schokolade essen, den Fernseher anmachen, …was auch immer uns hilft sofort dieses unangenehmes Gefühl loszuwerden. Und dann, sobald wir wieder in unserer Harmonie sind, stellt das Gehirn um auf Entspannung. Die Harmonie ist da. Wir fühlen uns erleichtert.

Schädlichkeit für den Einzelnen oder die Gesellschaft

Sicher kennt sie jeder: Die Personen, die ständig irgendetwas brauchen, um sich wohl und gut zu fühlen. Die ständig etwas einfordern, damit es ihnen gut geht. Die immer wieder erklären, wie wir uns zu verhalten haben, damit sie sich wohl fühlen.

Diese Einfordern ist schädlich für die Person, die einfordert. Denn sie benötigt ein bestimmtes Verhalten von anderen Personen und ist somit abhängig von diesem Verhalten.

Außerdem schränkt sie die Möglichkeiten von Verbindung und ein freies Miteinander erheblich ein. Die Milieus oder Bubbels in denen wir uns bewegen können weden kleiner. Unsere Vorstellungen, was wir brauchen können können unseren Aktionskorridor, unsere Kreativität und Spontanität massiv einschränken.

Verlust der Kontrolle

Kontrollverlust kann sich unterschiedlich zeigen, wenn wir süchtig nach Harmonie sind. Ausdrücke wie: „Ich war nicht mehr bei mir. Ich habe den Verstand verloren. Es ist einfach so geschehen. Ich weiß auch nicht, warum ich mich so verhalten habe,“ sind Hinweise auf Kontrollverlust.

Wenn wir unbedingt Harmonie benötigen und diese nicht bekommen, gerät unser System in Aufruhr. Und diesem Aufruhr verlieren wir den Zugang zu uns. Wir können nicht mehr klar denken und handeln. Wir sind dann nicht bei uns. Unser System hat auf Autopilot geschaltet und wir tun das, was wir schon immer getan haben.

Wir stehen neben uns und schauen uns zu. Irgendwie erinnern wir uns noch, dass wir das eigentlich so nicht mehr machen wollten. Doch uns ist die Situation entglitten. Wir haben vergessen, dass wir zehnmal tief durchatmen wollten; dass wir bei uns bleiben wollten. Wir haben den Zugang zu uns und unserer Selbstbestimmung verloren. Wir sind nicht mehr mit uns verbunden. Wir können keine klare Entscheidung mehr treffen.

Schuld und Scham

Dieser Gefühlszustand taucht nicht im Punktekatalog der WHO auf. Ich möchte diesen Punkt dennoch nicht außer Acht lassen. Denn Schuld und Scham tauchen nach so einem Gefühlsrausch meist kurz nach der Erleichterung auf. So wie bei jemanden der sich vorgenommen hat, 14 Tage keine Schokolade mehr zu essen und dann doch schwach wird. Erst ist da der Zuckerflash und das Entzücken und die Freude. Doch ist der Zuckerrausch vorüber, kommt die Scham und die Selbstanklage. Und das bemerke ich ebenso bei anderen Gefühlsräuschen. Zunächst sind wir erleichtert, dass wir wieder in unserem sicheren Gefühl sind. Doch dann, wenn wir uns oder andere in dieses Gefühl gezwungen haben, folgt kurz darauf die Selbstanklage und das Gefühl von Schuld und Scham.

Und dann können wir wieder in das altbekannte Gefühlsrad einsteigen.

Oder auch nicht!

Konstruktiver Umgang mit emotionaler Sucht

  • Zunächst bedarf es der Einsicht. Selbst zu erkennen, dass mit unserem Wunsch nach Harmonie etwas nicht stimmt, ist der erste Schritt. Wir benötigen unsere eigene Suchteinsicht. Diese Suchteinsicht wird auch Kapitulation genannt. Wir müssen selbst bemerken und anerkennen, dass wir uns und auch anderen mit dieser eingefahrenen Gewohnheit schaden.
  • Der Wunsch nach Veränderung: Nur wenn wir wirklich etwas an unserem Verhalten verändern wollen, macht es Sinn eine Veränderung anzustreben. Ein kurze Einsicht ist dafür nicht ausreichend. Es braucht diesen brennenden Wunsch in uns. Alles dafür geben wollen, dass wir diesen Zwang in uns nach Harmonie verändern möchten.
  • Bereitschaft: Die Bereitschaft dafür Zeit, Mühe und Gehirnschmalz zu investieren.
  • Bereitschaft zu wachsen, zu uns zurückzukehren. Alles dafür geben zu wollen, um mehr Freiheit mit uns und im Umgang mit anderen zu erlangen. Die Bereitschaft dafür Aufmerksamkeit und Zeit zu investieren.
  • Die Bereitschaft, zu scheitern und wieder aufzustehen. Wir werden Rückfälle erleben. Immer und immer wieder. Veränderung ist kein geradliniger Prozess, oder gar eine einmalige Sache. Somit benötigen wir auch eine Frustrationstoleranz. Wir benötigen die Kraft und den Mut, immer wieder neu anzusetzen.
  • Ausdauer und Disziplin und Wachheit. Wach zu bleiben mit uns, mit unseren Gedanken und unseren Gefühlen.
  • Im besten Falle, Freude an dem Weg der Selbsterforschung und der Selbsterkenntnis.

Wenn du dich mehr mit deiner emotionalen Freiheit beschäftigen möchtest, empfehle ich dir meine Habit Break Methode.

Interesse?

Dann schreibe mir und buche ein kostenloses Informationsgespräch mit mir.

Ich bin neugierig. Hast du auch ein Lieblingsgefühl, von dem du abhängig bist? Wenn du magst, fasse dir gerne ein Herz und schreibe einen Kommentar.

3 Kommentare zu „Was ist emotionale Sucht?“

  1. Pingback: KW08/2025: Alle TCS-Blogartikel - The Content Society

  2. Liebe Susanne,
    vielen Dank für deine wertvollen Gedanken.
    Ich teile deine Meinung: Sobald wir für unseren Wunsch nach Harmonie selbst Verantwortung übernehmen und Harmonie nicht im Außen einfordern, ist das ein Akt der Selbstfürsorge und der Bewusstseinsarbeit.
    Und wenn wir die Verantwortung für unsere Unstimmigkeiten übernehmen und Lösungswege in uns finden, dann ist das großartig.
    Sind wir harmoniesüchtig, dann fordern wir Harmonie im Außen ein. Wir denken, dass wir ein Recht auf Harmonie haben. In einem Harmonierausch gefangen glauben wir, dass die Welt nach unseren Vorstellungen laufen muss. Wir können unsere Emotionen nicht eigenständig regulieren.
    Ich hoffe, ich konnte den Unterschied sichtbar machen.
    Mit einem Gruß zu dir
    Heike

  3. Liebe Heike.

    da hast du bei mir auf den Nerv getroffen, da ich selber sehr Harmoniebedürftig bin. Ob das jedoch eine Sucht ist, das ist eine gute Frage, Über die ich noch gar nicht nachgedacht habe. Für mich hat das alles ja ganz viel mit Selbstverantwortung und Selbstreflexion zu tun. Wenn ich achtsam mit meinen Gedanken und in der Lage bin, diese zu beobachten, dann kann ich herausfinden, woher Unstimmigkeiten kommen. Das hilft mir auch, um meine Harmoniebedürftigkeit erklären zu können und auch die schlechten Gefühle bewusst zu spüren und aufzulösen, sollte es mal nicht zu harmonisch laufen. Ich glaube, dass dies ein ganz wichtiger Schritt ist, um eine diese Sucht auflösen zu können oder zumindest erklärbar und fassbar zu machen. Je mehr ich das trainiere, desto eher bin ich vor unüberlegten Handlungen gefeit.

    Das ist jedenfalls die Erfahrung, die ich gemacht habe.

    Ganz liebe Grüße
    Susanne

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