Blogdekade heißt: In zehn Tagen zehn Blogartikel schreiben. Als ich mich für den Jahreskurs TCS-dynamisches Bloggen am 21. April 2024 angemeldet habe, wusste ich so etwas noch nicht. Die erste Blogdekade fiel auf meinen Sardinien Urlaub und damit ins Wasser und in die Sonne. Und als ich den Termin für die zweite Blogdekade erfuhr, war das Wochenende bereits belegt und ein weiterer Tag auch. So war klar, dass ich nur an 6 von 10 Tagen zum Bloggen kommen würde. „Na, dann macht es ja eigentlich gar keinen Sinn mitzumachen“, dachte ich.
Warum ich dann trotzdem mitgemacht habe und was ich daraus gelernt habe, erfährst du hier.
Trotz Bedenken mitgemacht
Von Anfang an war klar, dass ich die 10 Blogartikel nicht erreichen würde. Am Starttag der Blogdekade wusste ich immer noch nicht, ob ich mitmachen würde. Morgens um 8:30 habe ich den Computer hochgefahren und mich in das Ideengewitter eingewählt. Hier konnte man sagen, über welches Thema man schreiben möchte und dann haben alle Teilnehmer ihre Ideen in den Chat gestellt, die ihnen zum Thema einfielen. Ich habe zehn Minuten zugehört und habe dann das Meeting inspiriert verlassen. Ich wusste, worüber ich schreiben würde und legte los. Der Tag war vorbei. Ich hatte einen Blog veröffentlicht.
Trotz Bedenken weiter gemacht
Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, mein Hauptaugenmerk auf die Durcharbeitung der Selbstlernkurse von TCS zu legen, da mir mit Beendigung meines Blogjahres die Kurse nicht mehr zur Verfügung stehen. Aus Erfahrung weiß ich, dass ich kein Multitasking-Talent bin. Ich brauche meine Konzentration auf einer Sache. Der zweite Tag kam und ich habe erneut einen Blogartikel geschrieben. Der dritte Tag kam und ich habe mein Thema: „Befreit von Sucht“ im Ideengewitter vorgestellt und viele Anregungen und Ideen erhalten. Und wieder einen Blogartikel geschrieben. Jeden Morgen wusste ich nicht, ob ich es auch an diesem Tag schaffen würde.
Ich habe mich nicht mit meinen Bedenken beschäftigt, sondern mit meinem gewählten Blogthema.
Und so kam es, dass ich in den ersten vier Tagen vier Artikel geschrieben habe.
Das war ein tolles Gefühl, so viel in so kurzer Zeit zu schreiben und zu veröffentlichen.
Was ich noch gelernt habe
Ich habe gelernt, dass
- ich von Tag zu Tag neu entscheiden kann, ob ich einen Blogartikel schreibe und veröffentliche.
- ich einen Blogartikel in wenigen Stunden schreiben kann.
- dass ich einen Blogartikel veröffentlichen kann, auch wenn er noch nicht perfekt ist.
- dass ich einen veröffentlichten Blogartikel jederzeit verändern und verbessern kann.
Mir wurde noch klarer, für wen ich schreibe und worüber ich schreibe
In erster Linie schreibe ich für mich
Meine Mama liest meine Artikel gerne. Sie findet es gut, was ich schreibe und meine Gedanken helfen ihr. Danke liebe Mama an dieser Stelle, dass du immer wieder so an mich glaubst und mich in dem, was ich tue, bestärkst.
Doch in erster Linie darf ich lernen, mich selbst zu bestärken und mit dem, was ich schreibe, verbunden zu sein. Ich fordere mich auf, meinem inneren Kompass zu vertrauen. Ich suche nach den Botschaften, die ich vermitteln möchte. Im Laufe des letzten dreiviertel Jahres habe ich viel darüber nachgedacht, ob ich wirklich über Sucht schreiben möchte. Mir war das Thema zu groß und zu mächtig. Ich hatte Angst, damit sichtbar zu werden. Das hat sich im Winter mit meinem neuen Claim: »Befreit von Sucht« verändert.
Ich schreibe über mich und meine Erfahrungen. Ich selbst bin meine erste Kundin, Klientin, Freundin und Versuchsperson. Ich bin dankbar, dass ich mir Zeit für mich und meine Heilung nehmen kann. Ich bin dankbar, dass mir der Weg aus meine Abhängigkeiten geglückt ist.
In zweiter Linie schreibe ich über die Befreiung aus Sucht und Abhängigkeit
Sucht und Abhängigkeit sind zentrale Themen meiner zweiten und ersten Lebenshälfte. Schon früh habe ich begonnen, mit Drogen zu experimentieren. Ich war in den Ausläufern der Flower-Power Zeit Teenager. Ich dachte, dass Drogen mir dabei helfen könnten, mich spirituell zu erweitern. Vielleicht haben sie das auch zeitweise. In jedem Fall hatte ich sehr spannende und auch gute Zeiten. Doch es kam der Punkt, an dem mein Konsum nicht mehr nur Fun war, sondern in eine Abhängigkeit glitt. Das war mein Wendepunkt. Als freiheitsliebender Mensch wollte ich meine Kontrolle nicht an Zigaretten oder Alkohol abgeben. So verließ ich nach und nach die Räume der Sucht. Meine Erfahrungen, wie ich aus meinen Abhängigkeiten ausgestiegen bin, teile ich und biete ein Ausstiegsprogramm an.
Und ich schreibe über Gewohnheiten, die immer die Grundlage für eine Abhängigkeit bilden
Schon lange halte ich mich nicht mehr in Gruppen auf, die Drogen für bewusstseinserweiternde Arbeit nutzen. Und seit geraumer Zeit konsumiere ich keine Zigaretten mehr und auch keinen Alkohol, weil mir diese Alltagsdrogen einfach nicht mehr guttun. Selbiges stelle ich zunehmend mit Gras und mit Kaffee fest. Bei mir werden die Rauschmittel weniger. Immer noch weniger. Und mir gefällt diese Richtung. Mein Ausgangspunkt für das Lösen einer Abhängigkeit ist die Gewohnheit, die ich mir angewöhnt habe. Ich sage: Das, was ich mir angewöhnt habe, kann ich mir auch wieder abgewöhnen. Und immer wieder neu untersuche ich, auch für mich, ob diese Aussage stimmt. Und worauf sie anzuwenden ist.
Was es ist. Und was es nicht ist.
Ich nehme an, dass es noch mehr Menschen gibt, die sich für Selbstbestimmung und Freiheit interessieren
Ich nehme wahr, dass sich viele Menschen im Dunstkreis von Substanzen und in Abhängigkeiten von Glaubenssätzen und emotionalen Verstrickungen befinden. Ich nehme an, dass es darunter Menschen gibt, die sich danach sehnen, so frei als möglich von schlechten Gewohnheiten zu leben. Sei es der regelmäßige Konsum von Substanzen, der sie einengt, oder auch wiederkehrende stereotype Gefühle und automatisierte Gedanken. Ich nehme an, dass wir alle eine Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung in uns tragen.
Doch zurzeit bewege ich mich häufig alleine durch mein Bloguniversum. Ich schreibe meine Worte ins Nichts und sende sie hinaus in die Welt. Keine Ahnung, ob sie irgendwann irgendwo auf Resonanz stoßen oder einfach in der Unendlichkeit verklingen.
Und was wäre, wenn meine Blogartikel in der Unendlichkeit verklingen würden? Auch das ist eine Möglichkeit, die ich in Betracht ziehe. Auch das gehört zu meiner Haltung der Ergebnisoffenheit.
Nicht Coach sondern ein Selbstlernort
Während des Schreibesn stelle ich immer wieder fest, dass ich künftig nicht mehr als Coach arbeiten möchte. Ich habe Lust, den Menschen Werkzeug für ihre Selbstermächtigung und ihre Inspiration an die Hand zu geben. So bringe ich mein Projekt Gewohnheiten-wandeln, die Webseite und den Blog zunehmend in eine Form von Inspirations- und Selbstlernort. Viele Blogartikel begleiten »Gewohnheiten-wandeln, Habbit break und Befreit von Sucht«.
Mein Geschenk an die Welt
»Gewohnheiten-wandeln. Befreit von Sucht« ist mein Beitrag für die Welt. Mein Geschenk. Ich bin so unendlich müde, mich zu vermarkten oder zu verkaufen. Ich träume immer wieder davon, meine Selbstlernprogramme und meine Expertise zu verschenken. Doch in dem Bloguniversum und in den Welten, in denen ich mich gerade bewege, ist das keine Option.
Aber was spielt es für eine Rolle, was andere darüber denken? Was spielt es für eine Rolle, ob andere Blogger dezidiert mit ihren Aktivitäten Geld verdienen möchten?
Gründe die für schenken sprechen
Gewohnheiten-wandeln verschenken, das möchte ich auch gerne. Warum das so ist:
- Ich kann für den Erfolg meiner Programme nicht garantieren: Wandel findet bei Habit Break intrinsisch statt. Jeder ist für seinen Weg selbst verantwortlich. Ich bin nur eine Inspiratorin. Ich weise auf Möglichkeiten hin.
- Ich weiß nicht, ob es für dich klappt.
- Doch ich möchte dich gerne einladen, es auszuprobieren. Es gibt die Möglichkeit, dass dir mein Kompass hilft.
- Ich habe Lust, dir mein Büfett zu zeigen. Du entscheidest, wie du damit umgehst.
- Es gibt keinen Erfolgsdruck; nicht für dich und nicht für mich.
- Du kannst ganz entspannt in das Programm eintauchen. Selbstbestimmt: in deinem Tempo. In deiner Tiefe.
Gewohnheiten-wandeln ist ein fertiges Selbstlern-Programm basierend auf der von mir entwickelten Habit Break Methode
Ich fand die Winterzeit großartig, um mich mit dem Blogschreiben und der Technik, die damit verbunden ist, zu beschäftigen. Doch im Sommer hat mein Leben ganz andere Schwerpunkte: Garten, Obstbäume, Baumhausgäste, Uni. Da ist wenig Platz für Computerarbeit. Und das ist gut so. Ich freue mich auf eine Zeit, die weniger online und mehr offline ist. Weniger digital und mehr real live. Ich möchte mich nicht dauerhaft so viel mit Technik, KI und Online-Business beschäftigen. Ich möchte nicht mehr so viel am Computer sitzen. Ich möchte dieses wunderbare Gewohnheiten-wandeln Projekt zum Abschluss bringen. Es steht jedem zur Verfügung. Ich gebe es frei.
Ich werde meine Programme nicht andauernd verändern. Die Erkenntnisse von Sucht und Abhängigkeit sind nicht so dynamisch veränderbar. Ich finde auch alte Literatur weiterhin hilfreich. Gerne mit neuen Erkenntnissen ergänzt. Habit Break ist ein sinnvoll aufgebautes Konzept. Es funktioniert. Es kann so bleiben. Ich habe das Beste aus meiner Lösungserfahrung hineingegeben.
Ich freue mich, wenn es Menschen hilft, sich aus Verstrickungen, Zwängen, Süchten und schlechten Gewohnheiten zu lösen.
Meine Vorsätze für die Zukunft
Ich werde mich nicht verbiegen
Was ich aber nicht möchte, ist mich verbiegen. Mich anbiedern. Mich ständig verbessern müssen und dem Prinzip von höher, schneller und weiter folgen, weil ich vielleicht nicht gut genug sein könnte; weil meine Programme vielleicht nicht gut genug sind. Diesem Prinzip und Glaubenssatz von „Nicht gut genug“ möchte ich nicht mehr folgen.
Mag sein, dass es für den ein oder anderen nicht gut genug ist. Davon gehe ich sogar aus. Solange wir individuelle Wesen sind, ist es unsere Aufgabe, uns auch als ein Individuum zu betrachten und nicht permanent mit der Masse zu verschmelzen.
Verbiege dich nicht!
Ich bin davon überzeugt, dass wir individuelle Lösungswege für uns benötigen. Eine Landkarte ist hilfreich. Doch unseren Weg gehen wir alleine. Vielleicht müssen wir auch mal abbiegen, auch wenn die Landkarte uns das nicht empfiehlt. Es geht um das eigene innere Gespür. Um deine Lösungskompetenz, um deine Intuition. Um das Selbstvertrauen in uns. Niemand kann uns besser sagen, was gut für uns ist, als wir selbst. Lausche in dich hinein und finde deinen eigenen inneren Weg!
Ich werde mein naturnahes Leben weiter fördern und wieder neu beleben
Ich war spazieren im Schnee. Und ich war ein wenig erschrocken, wie wenig ich in letzter Zeit im Freien war. Ich kann total versinken im Schreiben, am Computer, in den News. Ich glaube, dass das für mich eine Gefahr werden könnte, wenn ich mich zu sehr auf die digitale Welt einlasse. Das möchte ich nicht. Ich möchte Menschen gerne bunt, live und in Farbe begegnen.
Business Traum ade
Ich bin nicht so wie ehemalige Freundinnen. Keine Seminarleiterinnen; keine Therapeutin; kein Coach; keine Gruppen und keine Gefolgschaft. Nicht bekannt; nicht gefragt. Lange dachte ich, ich müsste auch so erfolgreich werden. Ich müsste mein eigenes Coachingbusiness aufbauen. Gewohnheiten-wandeln müsste unbedingt ein großer Erfolg werden.
Doch trotz meiner Bemühungen, meinem enormen Fleiß und meinen Fortbildungen hat sich für mich diese Vorstellung nicht erfüllt. Ich habe den Traum schon häufiger los gelassen. Und nun erneut. Ein wenig wehmütig betrachte ich mein Scheitern. Doch das Scheitern gibt mir auch Raum. Ich lasse los von einer Vorstellung, die ich nun sechs Jahre gefüttert habe.
Ich schreibe gerne. Schreiben ist Selbsterkenntnis.
Ich bin sehr gespannt, wie es nach diesem Blogjahr und all den Erfahrungen weiter geht. Die Blogdekade hat mir geholfen innerhalb kurzer Zeit 5 Blogs zu schreiben. Das ist ein großartiges Erlebnis. Das Schreiben bringt mich zu mir. Zu meiner Essenz. Zu meinen nächsten Schritten. An einem Ort, an dem es sich stimmig anfühlt. An dem meine Seele, meine Worte und meine Gefühle stimmig miteinander schwingen. An einen Ort der Poesie und des Friedens.
Diese Blogartikel habe ich in der Blogdekade veröffentlicht

Die Geschichte hinter meinem Claim.

Februar 2025

Mein Jahresmotto 2025

Welche Arten von Sucht gibt es?

Wenn Harmonie zu einem Gefühlsrausch wird.
Mein Fazit zur Blogdekade
- Es ist gut, für ein paar Tage den Fokus zu halten.
- Ich habe mal wieder viel über mich gelernt.
- Ich kann nun noch klarer sehen, wohin die Reise mit meiner Webseite und mit Gewohnheiten-wandeln gehen soll.
- Ich habe gelernt, auch Blogartikel zu veröffentlichen, die weit entfernt von perfekt sind.
- Die Reise geht sowieso immer weiter. Sicher werde ich in drei Jahren nicht mehr alles so sehen wie heute.
- Das Leben ist ein immerwährender Prozess – das Schreiben auch.
- Ich lerne gerne dazu.
- Ich bin nicht sicher in meiner Rechtschreibung. Immer wieder habe ich Fehler in meinen Blogartikeln. Ich möchte damit einverstanden sein. Wenn Menschen dadurch an meiner Kompetenz zweifeln, dann ist das eben so.
- Ich brauche unbedingt neue Bilder von mir.

Pingback: KW08/2025: Alle TCS-Blogartikel - The Content Society